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Pressebericht
Bourdelles „Bogenschütze“ versteigert für 4,7 Mio. Kronen Auktion im Dorotheum im Zeichen der Rekorde
Das Auktionshaus setzt seinen Siegeszug aus dem vergangenen Jahr fort.
Bei der ersten Auktion am 04. März 2006 wurden am tschechischen Markt Rekorderlöse in Höhe von 22 Mio. Kronen erzielt. Zur Sensation der Auktion wurde die Plastik des berühmten französischen Bildhauers Émile-Antoine Bourdelle „Den Bogen spannender Herakles“, die für 4,7 Mio. Kronen versteigert wurde.
Dies ist ein am tschechischen Kunstmarkt ganz außergewöhnlicher Preis, im vergangenen Jahr wurden insgesamt nur drei kostspielige Posten verkauft. An dieser Plastik waren sowohl ausländische Sammler als auch Sammler der hiesigen Szene interessiert. Für die Plastik boten 6 Interessenten am Telefon und einer direkt im Saal, letztendlich hat sie ein Telefoninteressent ersteigert.
Die zweite Sensation der Auktion war der Kleiderschrank im Art Deco-Stil, der für mehr als 2 Mio. Kronen, bei einem Ausrufpreis von 200 Tsd. Kronen, versteigert wurde. Dieses außergewöhnliche Beispiel der Kunstschreinerei mit meisterhafter Ausführung der einzelnen Tischlertechniken nach einem Entwurf von Otto Prutscher, gebaut um das Jahr 1924 von der Firma Wiener Möbeltischlerei August Knobloch´s Erben sorgte für den absoluten tschechischen Rekord in der Möbelkategorie.
Auch die Anzahl der Auktionsteilnehmer – sowohl direkt im Saal als auch am Telefon oder über schriftliche Gebotslimite war ein Rekord. In der Auktion waren 300 Teilnehmer anwesend, wobei ca. 50 % der Teilnehmer Ausländer waren.
Wie erwartet konnten auch die Werke von Alén Diviš und Mikuláš Medek zu recht interessanten Preisen verkauft werden. Das Gemälde „Menagerie“ von Alén Diviš erreichte einen Preis von 550 Tsd. Kronen und die „Fallenden alten Flöten“ von Medek wurden für 750 Tsd. Kronen versteigert.
Eine Überraschung war Josef Dobrowsky, dessen Gemälde „Vorstadt“ von dem Ausrufpreis von 45 Tsd. Kronen auf 360 Tsd. Kronen kletterte und somit einen Rekordanstieg des Preises in Höhe von 700 % erreichte. An diesem Gemälde waren während der Auktion die meisten Sammler interessiert – es wurde an acht Telefonen geboten. In dieser Auktion erreichte kein anderes Gemälde einen solchen Anstieg.
Reges Interesse erweckte wieder Bedøich Havránek. Sein überwältigendes Gemälde „Eine deutsche Stadt“ kletterte von dem Ausrufpreis von 180 Tsd. Kronen auf 380 Tsd. Kronen; somit brachte das Gemälde den drittbesten Versteigerungserfolg der Auktion.
Im Zentrum des Interesses standen auch englische kolorierte Aquatinti mit Abbildungen von Rennpferden. Sechzehn davon wurden für ca. 180 Tsd. Kronen verkauft.
Traditionell erfolgreich waren die Fotografien von Josef Sudek. Sein „Garten“ kletterte vom Ausrufpreis von 20 Tsd. Kronen auf 110 Tsd. Kronen. Die wunderschöne, in Sondergröße angefertigte klassizistische Uhr mit Allegorien der Kontinente der Marke Wenzel, Weiskopf, Jung Bunzlau (Mladá Boleslav) wurde für 500 Tsd. Kronen verkauft. Einen unglaublichen Anstieg erreichten zwei Hinterglasmalereien von Vinzenz Janke, einem Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts tätigen Maler, der für die Glashütte der Firma Ferdinand Abele bei Železná Ruda arbeitete. Sie wurden für insgesamt 440 Tsd. Kronen versteigert.
Kontakt: Dr. Mária Gálová, E-Mail: galova@dorotheum.cz
Prag, den 06.03.2006
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