|
Pressebericht
Knüpft die Maiauktion des Dorotheums an die vorherigen Rekordergebnisse an?
(Prag, den 3. Mai) – das Dorotheum, das größte Auktionshaus der Tschechischen Republik, veranstaltet am 20. Mai im Prager Hotel Renaissance die zweite Frühlingsauktion von Kunstgegenständen. Die vorhergehende, die im März stattfand, hat ihm einen Rekorderlös in Höhe von 22 Millionen Kronen eingebracht.
Auf der Maiauktion werden 509 Gegenstände zu sehen sein, Bilder, angewandte Kunst, Plastiken, Schmuck, Silber, Möbel und weitere Antiquitäten zum Ausrufungspreis von 17 Millionen Kronen.
„Der diesjährige Frühling steht im Zeichen von Auktionsrekorden. Ich betrachte dies als eine sehr positive Entwicklung, denn die Menschen betrachten meiner Meinung nach immer häufiger Auktionen als günstige Investitions- oder Verkaufsart. Schon unsere erste Auktion im März endete mit dem sehr erfolgreichen Ergebnis von 22 Millionen Kronen und ich bin überzeugt, dass wir noch manche Überraschungen auf Lager haben,“ sagt Mária Gálová, Direktorin des Auktionshauses Dorotheum.
Am Märzrekord hat sich die Skulptur von EA Bourdell Heracles napínající luk am deutlichsten beteiligt, die für 4,7 Millionen Kronen verkauft wurde. Auch jetzt wird ein Relief dieses französischen Schülers von August Rodin versteigert, auch wenn es diesmal überhaupt nicht um so ein bedeutendes Werk geht.
Zu den größten Magneten der kommenden Auktion wird das Ölgemälde eines der hochgeschätzten Kubisten, Emil Filla Zátiší se švestkami a džbánem aus dem Jahre 1934 gehören. Es handelt sich um ein Werk, das bei den diesjährigen Rekorden ein Wort mitreden könnte, denn allein sein Ausrufungspreis beträgt 1.200.000 Kronen. Das Bild hat eine bewegte Geschichte. „Seit der ersten Hälfte der 40. Jahre befand es sich bis zur Gegenwart in der Sammlung eines bedeutenden tschechischen Komponisten, der es von Fillas Ehefrau kaufte, als der Maler von seiner Internierung im Konzentrationslager zurückkam,“ sagt Mária Gálová.
Die tschechische Avantgardekunst, für die in den letzten Jahren das Interesse wächst, wird weiter von dem Bild von Josef Šíma Krajina se sloupem aus dem Jahre 1928 mit einem Ausrufungspreis von 800 Tsd. Kronen repräsentiert. Auch dieses Bild kann in der Auktion einen interessanten Preis erzielen.
Von den tschechischen Malern vom Beginn des 20. Jahrhunderts werden fünf ausgezeichnete Bilder von Antonín Hudeèek angeboten. Das bedeutendste von ihnen ist der mehrmals reproduzierte Žlutý akt, der auf der Ausstellung im Mánes im Jahre 1942 nach dem Tod des Autoren ausgestellt wurde. Antonín Matìjèek charakterisiert ihn in seiner Monographie über Antonín Hudeèek als „Werk eines lebendigen impressiven Sehens, von nicht geringer malerischer Sensibilität in der andeutenden Gestaltung von Körpergestalt und Farbigkeit“. Der Ausrufungspreis dieses Bildes beträgt 380 Tsd. Kronen.
„Jede Auktion hat ihre Eigenheiten und da ist auch unsere im Mai keine Ausnahme. Interessant werden die Kollektionen von elf volkstümlichen Untermalungen auf Glas und die Marionetten von tschechischen Volkspuppenspielern sein. Eine Kuriosität ist das naturgetreue Modell des Kreuzers Aurora im Maßstab 1:100, ursprünglich für eines der sowjetischen Museen bestimmt,“ führt Mária Gálová an.
Die Auktion der Gesellschaft Dorotheum wird am Samstag, den 20. Mai 2006 im Hotel Renaissance, v Celnici 7, Praha 1 ab 14 Uhr stattfinden. Die Ausstellung der Gegenstände, angeboten in der Auktion, können vom 12. Mai in der Galerie des Dorotheums auf dem Ovocný trh 2 besichtigt werden. Alle Werke befinden sich schon im Online-Katalog unter www.dorotheum.cz.
An der Versteigerung kann derjenige teilnehmen, der sich etwa dreißig Minuten vor Eröffnung der Auktion mit einem gültigen Identifizierungsbeleg einfindet. Die für die Bieternummer hinterlegte Summe in Höhe von 1.000 Kronen wird nach Beendigung der Auktion zurückerstattet.
Kontakt für nähere Informationen:
Dr. Mária Gálová
Direktorin der tschechischen Dorotheum-Filiale
E-mail: galova@dorotheum.cz
www.dorotheum.cz
|