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PRESSEMITTEILUNG

Erste große Frühlingsauktion mit Kunstgegenständen im Prager Renaissance-Hotel

Dorotheum hält 552 Objekte mit einem Rufpreis von insgesamt 17 Millionen Kronen feil.

Am Samstag, dem 3. März, findet im Prager Renaissance-Hotel die erste Frühlingsauktion des Dorotheum, des ältesten Auktionshauses in Europa, statt, das heuer das 300jährige Jubiläum seines Gründungsjahrs feiert. Im Rahmen dieser Auktion warten 552 Posten auf Interessenten – Bilder, Kunstgewerbe, Plastiken, Schmuck, Silber, Möbel und andere Antiquitäten zu einem Rufpreis von insgesamt 17 Millionen Kronen.

Einer der ganz großen Anziehungspunkte der bevorstehenden Auktion dürfte das Bild Koralleninsel von Jan Zrzavý sein, das von 1940 datiert. Das Gemälde ist durch den Umstand bemerkenswert, daß Zrzavý die hier dargestellte phantasmagorische Vegetation aus seinen Frühwerken übernommen hat, die auf die erste Hälfte des ersten Jahrzehnts des 20. Jhs. zurückgehen. Das Bild wurde 1941 im Aleš-Saal des Künstlervereins ausgestellt. Zrzavýs Werk erfreut sich unter Sammlern großer Beliebtheit und erzielt bei Auktionen interessante Ergebnisse. Das Gemälde im Format 26 x 34 cm wird mit 800.000 CZK ausgerufen.

Zu den Bildern, die mit Sicherheit auf das Interesse von Kunstsammlern stoßen werden, gehören zwei Entwürfe für das Kotìra-Theater in Prostìjov von der Hand Jan Preislers. Die kleinformatigen Ölgemälde stellen uns das von Preisler wieder und wieder studierte Motiv des Jünglings und des Mädchens vor. Jedes wird gesondert zu einem Preis von 150.000 CZK ausgerufen.

Rudolf Kremlièka, dem unlängst eine Ausstellung im Haus zur steinernen Glocke gewidmet war, ist auf der Auktion gleich mit drei Werken vertreten. Da ist zum einen die Studie zum Porträt von Frau Stockarová, der Gattin des Architekten Rudolf Stockar (380 000 CZK). Das Bild wurde in der im letzten Jahr erschienen Monografie Karel Srbs veröffentlicht. Ein weiteres Werk ist sodann die letztgültige Darstellung des Porträts von Frau Stockarová im Originalrahmen (500 000 CZK). Beim letzten angebotenen Gemälde handelt es sich um eine Studie zum Porträt des Ministers für Schulwesen Dr. Jan Krèmáø (180 000 CZK). Im Mai 2005 wurde Kremlièkas Werk Nach dem Bade vom Dorotheum für 3,6 Millionen Kronen versteigert.

Von den Klassikern des tschechischen Kubismus steht ein Stilleben mit Rumflasche von Emil Filla zum Angebot, das von 1929 datiert, aus dem Nachlaß Prof. Adolf Hoffmeisters stammt und mit 800.000 Kronen ausgerufen wird.

Mit der farbenfrohen Frische des Fauvismus brachte Otakar Nejedlý im Kriegsjahr 1917 drei Bilder mit Motiven aus dem Elbtal zum Glühen. Diese Frühwerke gehören unter den im Rahmen dieser Auktion angebotenen Werken ganz klar zu den Objekten auf Galerieniveau.

Alén Diviš, eine der beachtenswertesten Erscheinungen der tschechischen Moderne, ist auf der Auktion mit dem Bild Badende auf Martinique vertreten, das den in seiner Monografie veröffentlichten Bildern zum Sujet Abendliches Bad nahesteht.

Als kunsthistorisch interessante Entdeckung darf ein Paar Reliefkacheln des böhmischen Bildhauers Otto Gutfreund gelten, das als Verzierung für einen Kamin der Firma Hardmuth gedacht war. Die Fachliteratur erwähnt lediglich Gipsabgüsse; die hier angebotenen Reliefs verkörpern wahrscheinlich die abschließende Umsetzung.

Das Angebot an Keramiken vom 17. bis 19. Jh. für Sammler ist ebenfalls gediegen. Vertreten sind hier Delfter Fayence-Arbeiten, deutsches Hartsteinzeug, aber auch mährische Volkskeramik. Die Porzellankollektion wird von einer dekorativen Plastik dominiert, die Diana auf einem von Schwänen gezogenen Wagen thematisiert und aus der Meißener Manufaktur des 19. Jhs. stammt.

Aus dem weitgespannten Angebot an Glasware v.a. aus dem 20. Jh. (Lötz, Gallé, Kamenický Šenov) stechen besonders zwei von Otto Prutscher im Jahre 1907 entworfene Weinkelche hervor. Prutschers Gläser gelten als der treffendste glasgewordene Ausdruck des Gedankenguts der Wiener Werkstätte und sind in einer Reihe von Ausstellungen von Museen für Glas- und Gebrauchskunst vertreten.

Auf Sammlerinteresse dürften auch die angebotenen Waffen stoßen. Ein Satz von Perkussionsdoppelflinten und einer Pistole in Kassette wurde vom Pariser Büchsenmacher A. Plomdeur, Hofwaffenlieferant von Napoleon III. und des belgischen Königs, gefertigt. Ein Set zweier Perkussionspistolen in Luxusausführung in Kassette des Prager Meisters Matyáš Vlášek ist ein meisterhaftes Beispiel für die Kunst der böhmischen Büchsenmacher Mitte des 19. Jhs. Das angebotene Set stammt aus dem Bestand des Hauses Kinský. Bei der dritten angebotenen Waffe handelt es sich um eine zivile Variante eines militärischen Sturmgewehrs vom Girandoni-System. Das Sturmgewehr ist als Repetiergewehr mit zusätzlichem Magazin ausgebildet.

Traditionsgemäß umfangreich ist das Angebot an Asiatika (Porzellan, Email, japanische Schwerter), Uhren, Leuchtkörpern und Möbeln.

Kontaktadresse für nähere Auskünfte:

Dr. Mária Gálová, MBA
Direktorin

Ovocný trh 2
110 00 Praha 1
Tel. u. Fax: +420 224 222 001
E-Mail: galova@dorotheum.cz
www.dorotheum.cz





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